Vision 3000: Nachhaltiges gutes Leben für alle

Aktuelles:

+++ aktualisierte Auswertungen auf facebook, beispielsweise für die Entwicklung der Neuinfizierten +++

+++ COVID-19: Informationen zur Pandemie und Videos fertiggestellt, direkter Link zur Seite +++

+++ Szenario-Explorer für Nachhaltigkeits-Szenarien fertiggestellt, direkter Link zur Seite +++

+++ mein neues Buch ist erschienen: Klima-Wende-Zeit, direkter Link zum Buch +++

 

Hallo, lieber Besucher dieser Webseite!

Wir rasen gemeinsam auf dieser blauen Kugel, die oben gerade über dem Mond aufgeht, ziemlich verlassen durch die unendlichen Weiten des Universums. Wir versuchen dabei ein möglichst angenehmes Leben zu leben. Wenn wir uns zurücklehnen und mit ein bisschen Abstand die Situation betrachten, erkennen wir, wie begrenzt diese unsere Erde eigentlich ist. Nicht einmal das Essen reicht für alle, denn mehr als jeder zehnte Mensch hungert! Andere verbringen die meiste Zeit des Tages damit, 'sauberes' Trinkwasser für sich und ihre Familie zu organisieren oder Brennholz zum Essenkochen. Wenn wir uns zurücklehnen, sehen wir aber auch, dass an vielen Orten Kriege und Auseinandersetzungen stattfinden, in denen es um Vormacht in Regionen oder von Ideologien geht. Was sind auf dieser kleinen Kugel schon Regionen? Was sind Ideologien, wo doch alle nur gut leben wollen? Und - wo sich die meisten schon genügend für ihr mehr oder weniger gutes Leben anstrengen müssen: Wieso vernichten wir dann so viel von dem, was wir haben, indem wir es in Kriegen zerbomben? Dabei haben wir mit dem Klimawandel und dem Hunger in der Welt doch wirklich ganz große Herausforderungen vor uns, für deren Lösung wir unsere Kraft, Zeit und Geld eigentlich vorrangig einsetzen sollten.

Vor diesen vielen Herausforderungen kann einem angst und bange werden und man kann den Eindruck bekommen, dass man doch eigentlich als einzelner gar nichts an der Situation ändern kann. Dass die Zusammenhänge eigentlich einfach zu überschauen sind und es gerade auf jeden einzelnen ankommt, zeige ich anschaulich und leicht nachvollziehbar auf dieser Webseite.

  • Wir können den Klimawandel begrenzen, wenn wir unsere Anstrengungen bei der Energiewende um einen Faktor von 3 bis 6 intensivieren, je nachdem, ob wir den Klimawandel auf +2,0°C oder +1,5°C begrenzen wollen (Abbildung 1).
  • Erfolgreiche Szenarien zur Energiewende berücksichtigen große Mengen an Bio-Energie. Für deren Bereitstellung benötigen wir fruchtbares Ackerland, auf dem auch Nahrungsmittel angebaut werden können. Die Energiewende ist daher direkt mit dem Welthunger verknüpft.
  • Den Welthunger zu besiegen gelingt, wenn wir uns vorzugsweise pflanzlich ernähren und jedes Elternpaar maximal nachhaltige zwei Kinder hat (Abbildung 2).
  • Wenn wir dies erreichen, können wir auch eine Bio-Ökonomie aufbauen, bei der wir Produkte der Chemischen Industrie und Kraftstoffe aus Biomasse herstellen und immer noch viel Landfläche zur Sicherung der Biodiversität verfügbar haben.
  • Das zu erreichen ist die Verantwortung jedes Einzelnen. Nachhaltige Entscheidungen von jedem von uns sind gefragt. Politische Maßnahmen können nur flankierend die Wege hin zu den Zielen ebnen, denn in einer Demokratie akzeptieren wir von der Politik keine Vorgaben für unser Verhalten.

nötige Anstrengungen zur Erreichung der Klimaziele

Abbildung 1: Um wie viel müssen wir die Anstrengungen für die Energiewende gegenüber heute intensivieren, wenn wir die vereinbarten Klimaziele erreichen wollen, mit der Intensivierung der Anstrengungen allerdings noch warten? Dies ist hier gezeigt für die mittlere Variante der UN-Bevölkerungsprognose. Zur Erreichung des +1,5°C-Klimaziels müssen wir unsere Anstrengungen mehr als verfünffachen, und dieser Faktor nimmt jedes Jahr, das wir die Energiewende verschlafen, um weitere 5% zu. Diese erhöhten Anstrengungen müssen wir dann bis zum Ende der Energiewende durchhalten, also mindestens für die nächsten 30 Jahre! Dabei sind die notwendigen Anstrengungen bereits heute an der Grenze dessen, was wir global leisten können. Jede weitere Erhöhung ist fatal.

benötigte Agrarfläche zur Erfüllung der Grundbedürfnisse

Abbildung 2: Wie viel Landfläche im Vergleich zur verfügbaren Landfläche benötigen wir, um die grundlegenden Bedürfnisse der Menschheit beispielsweise nach ausreichend Nahrungsmitteln zu befriedigen. Jeder Wert über 1 bedeutet, dass die Fläche nicht ausreicht und Wälder abgeholzt werden müssen. Die verfügbare fruchtbare Landfläche wird nur dann sofort und gleichzeitig nachhaltig zur Befriedigung der Grundbedürfnisse ausreichen, wenn das Bevölkerungswachstum begrenzt und gleichzeitig die Ernährung auf rein pflanzlich umgestellt wird. Nur, wenn wir diese beiden Aspekte gleichzeitig realisieren, gelingt es, dauerhaft genügend Fläche beispielsweise zum Schutz der Biodiversität oder für mehr Bioenergie verfügbar zu haben.

 

Wir müssen uns gerade jetzt auf diese wesentlichen Ziele konzentrieren und als Basis dafür die Zusammenhänge entsprechend klar kommunizieren. Nur so wird deutlich, dass beispielsweise Verzicht auf Plastiktüten und Plastikstrohhalme zwar seinen kleinen positiven Beitrag leistet, dies aber eben gerade nicht verhindern darf, dass wir die individuelle Verantwortung für unser insgesamt nachhaltiges Handeln übernehmen.

Insgesamt brauchen wir eine neue Sicht auf die Welt, bei der ein nachhaltiger Erfolg des gesamten Systems Erde mit im Zentrum steht. Als Konsequenz haben wir kein Recht darauf, ausschließlich Rechte zu beanspruchen. Stattdessen erwachsen aus unserer Verantwortung unmittelbar auch Verpflichtungen für unser achtsames Entscheiden und Handeln.

Es ist mir ein Anliegen

  • die Überlegungen auf fundierte Fakten zu stützen, also vorzugsweise auf öffentlich zugängliche Daten,
  • die Zusammenhänge anschaulich, vorzugsweise grafisch darzustellen,
  • um so die Zusammenhänge für jeden begreifbar zu machen und damit die gezogenen Schlüsse nachvollziehbar zu begründen.

Es ist meine Überzeugung, dass nur, wenn viele die wesentlichen Zusammenhänge in diesem Gesamtsystem wirklich begreifen, sie auch bereit sein werden, individuell und dauerhaft Nachhaltigkeit stärker im täglichen Leben zu berücksichtigen. Erst wenn viele die Bedeutung ihrer individuellen Haltung erkannt haben, kann Nachhaltigkeit politisch wirklich stark wirksam werden, denn es entscheidet auch wieder jeder nur individuell, welche Partei er wählt.

Auf jeder Seite finden sich oben die wesentlichen Ergebnisse in kurzen Punkten zusammengefasst. Darunter werden durch klicken der entsprechenden Schaltfläche die Auswertungen im Einzelnen allgemeinverständlich vorgestellt und die Schlussfolgerungen begründet.

Viel Anregung beim Stöbern und Lesen!

Andreas Pfennig

P.S.: Updates poste ich auf Facebook: fb.me/vision3000.eu.

Wer mehr besonders zu den philosophischen Aspekten nachlesen möchte, findet dies hier in einem Buch.

Wer die Zusammenhänge lieber erzählt bekommt, findet hier eine Zusammenstellung von YouTube-Videos dazu.